ZX96-Hauptplatine

Als Hauptplatine für einen ZX96 kann zwar auch eine ausgediente ZX81-Platine eingesetzt werden, dies hat aber mehrere Nachteile. So muß eine zusätzliche POKE-Karte im System eingebaut werden. Außerdem wird der Profi-Bastler meist auf den Modulator verzichten können (der kann übrigens auf dem Tastatur-IF wieder eingelötet werden!). Die ZX96-Hauptplatine ist also nichts anderes als ein ZX81 ohne Modulator, dafür mit POKE-Karte onboard.

Die ZX96-Platine kann NICHT mehr in das ZX81-Gehäuse eingebaut werden! Es fehlen auch die Buchsen für EAR und MIC sowie der Spannungsregler. Die Platine hat KEINEN Buskamm, sondern wird über Stiftleiste mit der Treiberplatine verbunden. Das Ganze (ZX96, Giant, Treiber) wird damit ein Kompaktmodul für den Einbau in ein (größeres) Gehäuse.

Die Schaltung ist mit dem ZX81 identisch. Lediglich der MIC-Ausgang wurde etwas modifiziert, um einen höheren Pegel zu erhalten. Der Videoausgang weist keine Besonderheiten auf, der Signalpegel ist einstellbar. Für den ZX81 gab es zwei verschiedene ULAs: die 184er und die 210er. Es hat sich gezeigt, daß mit 184er ULA ein schlechteres Bild (dunkel und kontrastarm) erhalten wird. Die einfachste Lösung: man baut eine 210er ULA ein. Die aufwendigere Lösung: man bastelt eine andere Videoendstufe. Mitunter bringt auch schon der Videoinverter auf dem Tastatur-IF eine spürbare Verbesserung.

Die Anordnung der ICs ist mit dem ZX81 identisch, da der Giant auf beiden Platinen passen muß.

Zum Giant gibt es mehrere Aufstecklösungen. Baut man den ZX96 mit normalen IC-Sockeln auf, dann muß der Giant mit den empfindlichen Rundstiftleisten bestückt werden. Die Bauhöhe ist dabei extrem niedrig, sodaß am Giant alle über die Lötseite hinausragenden Lötpins im Bereich der darunter befindlichen CPU vorsichtig abgefeilt werden müssen. Mehr Luft erhält man bei Einbau der dickeren Pfostensteckleisten. Diese haben aber den Nachteil, daß man die Buchsen auf dem ZX96 nicht direkt als IC-Sockel (zu Testzwecken) nutzen kann. Drei Signale müssen über zusätzliche Drähte -möglichst steckbar- zum Giant geführt werden: /RD, /M1 und ULA-Pin18. Die Lötaugen sind auf den Platinen entsprechend markiert.

Auf der Platine hat sich leider unter dem LS573 ein Lötauge verirrt, welches eine Durchkontaktierung von ROMCS nach Masse bewirkt. Nicht vergessen, das Lötauge aufzubohren!

Bestückungsvarianten, wenn kein Giant gesteckt werden soll: (vergleiche Schaltplan)

  1. wem 16k RAM reichen, der steckt einfach ein 32k RAM in den Sockel und ist fertig.
  2. mit der Brücke JP1 wird ULA-Pin18 mit A15 verbunden (wie original ZX81). Baut man statt dessen die 2 Germaniumdioden(!) D1,D2 und R32 ein, dann laufen auch Maschinenprogramme über der 32k-Grenze. Diese Variante macht nur Sinn, wenn gleichzeitig die Bestückung für 32k RAM eingesetzt wird:
  3. für 32k RAM müssen IC8, D4, D5, D6 und R39 eingelötet sowie A14, A15 und MREQ mit Drähten zu IC8 geführt werden. Die 680-Ohm Widerstände von ROMCS und RAMCS werden entsprechend umgelötet. Die zusätzliche Diode und der 10k-Widerstand nach dem Bestückungsaufdruck bei ROMCS sind nicht erforderlich!
  4. für den Tastaturanschluß müssen leider 5 Drähte (K0..K4) vom Connector zur ULA eingelötet werden.

Schaltplan 179k
Platinenfoto mit aufgestecktem Giant 63k
Bestückungsplan 40k
Platinenlayout Bestückungsseite 52k
Platinenlayout Lötseite 69k
Schaltplan EAGLE-Format 26k (zip)
www.cadsoft.de EAGLE Freeware (rd. 4MB)

Die Layouts sind nur informativ und nicht um Nachbau geeignet!


Kai Fischer, ZX-TEAM


last updated Mar/00